Objekte und Automaten liessen die Gäste staunen

Verena Fallegger (Text)
Am vergangenen Freitag traf sich zur Vernissage der Sonderausstellung eine grosse, illustre Gesellschaft in der Shedhalle. Nebst den Hauptakteuren David Fuhrer und Roger „Rotsch“ Weber und dem einheimischen Künstler Paul Gugelmann konnten viele Freunde und Bekannte begrüsst werden. Sie liessen es sich nicht nehmen den kurzen einleitenden Worten des Präsidenten des Fördervereins Toni Zaugg zuzuhören und zu schmunzeln. Untermalt wurde der Anlass vom Trio „Halbprivat“. Swingende Rhythmen gespielt von Roger Weber, Rita Bütler und Peter Kuntner zeigten bereits auf die Frische der Ausstellung im Museum hin.
Werke mit eigenen Geschichten
In der Laudatio über David Fuhrer weckte der Redner Martin Kummer die Neugier der Gäste für das bevorstehende Ereignis. In seiner Homage an den Künstler untermalte er die Liebe zum Detail, mit der David Fuhrer seine Objekte füllt. Den Atem, den er ihnen einhaucht. Schweissen und löten in feinster Ausführung verlangen ihm Können und diese Liebe ab. Dies zeige der Künstler in seinen filigranen Objekten in unterschiedlich dunklen Metalltönen. Es bewegt sich, lädt zum Staunen und Bewundern ein. Genauso das liebliche Objekt „Gottesanbeterin“. Sie bewegt sich bedächtig, aber bestimmt und bläst farbige Seifenblasen aus. Zarte Luftobjekte schweben an der Decke und laden zum Mitfliegen ein.
Auch Roger Weber’s „Maschineli“ laden zum Staunen und Bewundern ein - auf eine ganz andre Art und Weise. Sein Laudator Peter Kuntner bezeichnet ihn als Ingenieur im besten Sinne: „ Er begnügt sich nicht damit, eine Mechanik zum Laufen zu bringen. Seine Maschinen erzählen und immer auch etwas über uns selbst“. Niemand habe sie bestellt und dennoch wäre die Welt ärmer ohne sie. „Akupunktur“ heisst eines von Weber’s Werken. Die volle Konzentration des Arztes und das schmerzverzehrte Gesicht des Patienten lassen die Betrachter mitleiden. Makaber fanden einige Gäste den „Mordgedanken Automat“. Sehenswert sind die kleinen und grossen farbigen, ausdruckstarken Maschinen, denn sie lassen den Freiraum zu persönlichen Empfindungen offen.
Das Erdgeschoss im Museum wurde für die beiden Gastkünstler freigeräumt. An den Wänden entlang und im Zentrum des Raumes stehen oder hängen fliegende, drehende oder anders bewegliche Maschinen und Objekte. Diese laden zu einem sehenswerten, spannenden Besuch ein. Wie schon im Vorbericht erwähnt: „Poesie trifft auf Poesie – einfach nur etwas anders“.

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